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Rehkitze retten mit der Rehkitzrettung Barkauer Land

83 Aufrufe
erstellt am 18.05.2022
aktualisiert am 06.01.2023
Barmissen
Vor Ort
Nach Vereinbarung

    Themen

  • Tiere

    Tätigkeiten

  • Retten & Pflegen

    Art des Engagements

  • Ehrenamt

    Sprachen

  • Deutsch
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erstellt am 18.05.2022
aktualisiert am 06.01.2023

Rehkitzrettung Barkauer Land

Nina Hansen
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Worum geht es im Projekt?

Gerade im Frühjahr in der Brut- und Setzzeit sind vor allem Jungtiere wie Kitze, junge Hasen und Nester von Bodenbrütern stark gefährdet, bei Mäharbeiten von Wiesen ums Leben zu kommen. Diese jungen Wildtiere verfügen in den ersten Wochen über einen sogenannten Drückinstinkt. Ihre Überlebensstrategie ist in den ersten Wochen ausschließlich auf Tarnung ausgelegt und der Drückinstinkt lässt sie nicht einmal vor lauten Treckern und ihren Mähwerken fliehen. Sie drücken sich tief in hochstehende Gräser und sind damit für viele Fressfeinde (und auch fürs menschliche Auge) so gut wie unsichtbar. Da sie sich so gut getarnt im hohen Gras einfach sicher fühlen, bedeutet dies für diese Tiere den sicheren Mähtod. Ein unglaublich grausames Schicksal, da die Kitze nicht immer direkt tot sind, sondern oft schrecklich verstümmelt über Stunden qualvoll verenden. Ein großes Leid für die Kitze und die Ricken.

Laut Schätzungen der Deutschen Wildtierstiftung sterben auf diese Weise rund 100.000 Rehkitze und viele weitere Wildtiere wie Hasen und bodenbrütende Vögel inkl. ihrem Gelege in Deutschland.

Wie kannst Du helfen?

Wir freuen uns, wenn wir junge Menschen für unsere Natur und ihre heimischen Wildtiere begeistern können. Wir wollen sie für den Tierschutz sensibilisieren und ihnen das gute Gefühl geben, aktiv etwas tun zu können.

Wir treffen uns mit allen Unterstützern um 3.45 Uhr morgens am Einsatzort, besprechen einen kurzen Einsatzplan, um danach möglichst schnell starten zu können.

Der Drohnenpilot lässt die Drohne mit einem installierten Suchsystem die Koppel abfliegen. Mit der über dem Fundort schwebenden Drohne, der Hilfe eines Monitors und über Funkgeräte lotst er die Retter dann zur Fundstelle.

Die Retter rupfen rasch Grasbüschel für die Rettungstaschen und legen die Kitze körperfern (am langen Arm), mit Handschuhen und weiteren Grasbüscheln in die Taschen hinein. Die Taschen werden an einem sicheren, schattigen Platz am Koppelrand abgestellt.

Sobald der Landwirt die Wiese vollständig abgemäht hat, werden die Kitze an Ort und Stelle wieder von den Rettern in die Freiheit entlassen. Abgemähte Wiesen bieten den Kitzen nicht mehr genug Deckung und deshalb suchen sie sich sofort neue geeignete Verstecke in Knicks oder Nachbarkoppeln. Oft warten die Ricken in sicherer Entfernung auf ihren Nachwuchs und sie finden schnell wieder zueinander.

Einsatzort

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Organisation

Rehkitzrettung Barkauer Land

Wir Gründungsmitglieder sind einige Barmissener Einwohner/innen und unsere Idee ist es, Menschen aus allen Dörfern im Barkauer Land als Retter zu werben, anzuleiten und zu mobilisieren, ihre im Dorf ansässigen Landwirte bei der Rehkitzrettung vor der ersten Mahd zu unterstützen.

Da wir möglichst viele Menschen und Unternehmen im Barkauer Land und Umgebung erreichen möchten war sofort klar, dass es ein gemeinnütziger Verein werden muss, der damit verbunden auch in der Lage ist Spendenbescheinigungen ausstellen zu können und Fördergelder beantragen kann.

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