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Wissenschaftliches Igelmonitoring

172 Aufrufe
erstellt am 30.09.2020
aktualisiert am 13.07.2022
Berlin
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Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Anne Berger
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Worum geht es im Projekt?

Igel (Erinaceus europaeus) kennt jeder und sie sind durchweg sehr beliebt. Was wohl nicht jeder weiß: Neuerdings gibt es in Städten weit mehr Igel als auf dem Land. So auch in Berlin, wo sie in jedem Stadtbezirk zu finden sind. Allerdings gibt es nur sehr wenige konkrete Zahlen darüber, wieviele Igel es gibt und wie sich ihre Bestände entwickeln. Alarmierende Zahlen aus europäischen Nachbarländern lassen vermuten, dass auch hier in Deutschland die Igel immer weniger werden. Helfen Sie uns herauszufinden, wieviele Igel in Berlin und Umgebung vorkommen und wir sich ihre Bestände entwickeln! Sie lernen dabei einiges über die Lebensweise des Igels und sehen vielleicht auch noch weitere nächtlich aktive Tiere. Wissenschaftliches Igelmonitoring bedeutet, dass man die Zahl der Igel über mehrere Jahre hinweg verfolgt und dadurch Aussagen treffen kann, wie der Igelbestand sich entwickelt. Für dieses Igelmonitoring hat eine Forschungsgruppe am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Rahmen des Projektes „Igel in Berlin“ eine möglichst einfache Methode entwickelt, die es nun gern allen interessierten BürgerInnen beibringen möchte, so dass in Zukunft das Berlin/Brandenburger Igelmonitoring in den Händen der BürgerInnen selbst liegt und der Überblick zum Igelbestand wesentlich umfassender wird.

Wie kannst Du helfen?

Das Igelmonitoring wird folgenden Aufwand für die Freiwilligen haben: Zweimal im Jahr (ungefähr im späten Frühling und im Herbst) werden sie in 3 Nächten (nicht aufeinanderfolgende Nächte) jeweils dieselben Taschenlampen-Suchläufe in einem von Ihnen ausgesuchten Gebiet (Park, Garten, Grünstreifen…) durchführen. Die gefundenen Igel werden sie markieren und protokollieren und das Protokoll schicken sie an das IZW. Wichtig: Dieses Monitoring muss ein paar Jahre (gut wären 7-10 Jahre) hintereinander durchgehalten werden! In einem Eingangstreffen am IZW werden die Techniken der Igelsuche und –markierung von erfahrenen Wildtierforschern erklärt und gezeigt und es wird viel Interessantes über Igel berichtet! Voraussetzungen für Helfer*innen: Zuverlässigkeit, Selbständigkeit, Interesse an einheimischer Natur, keine Angst vor nächtlichen Spaziergängen (Minderjährige benötigen die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten)

Einsatzort

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Organisation

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Unser Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels zu verstehen und zum Erhalt von gesunden Wildtierbeständen beizutragen. Dafür erforschen wir die Vielfalt von Lebenslauf-Strategien, die Mechanismen der evolutionären Anpassungen und ihre Grenzen – inklusive Wildtierkrankheiten – sowie die Wechselbeziehungen zwischen Wildtieren, ihrer Umwelt und dem Menschen. Das Leibniz IZW betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung und steht in engem Austausch mit Interessensgruppen und der Öffentlichkeit. Bürgerforschung (Citizen Science) ist seit mehr als 15 Jahren Teil dieses Konzeptes.
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